„Privat bin ich doch ganz anders…“

Hast du schon mal darüber nachgedacht, dass du bei der Arbeit eine Rolle hast, die sich von der zu Hause unterscheidet? Im privaten Umfeld reagieren wir auf Anforderungen von außen oft intuitiv. Wir sind Teil vielfältiger Beziehungen und verhalten uns im Kontakt mit den Menschen, die uns umgeben ohne groß darüber nachzudenken. Aber im Job gibt es immer wieder Situationen, in denen man nicht ganz so sicher ist, wie man sich verhalten soll.  Im schlimmsten Fall wird man gezwungen, jemand zu sein, der man nicht ist. Dann wird es anstrengend. Eine Rolle aufrecht zu halten, für die man sich verstellen muss, zermürbt. Im Folgendem geben wir dir Tipps, wie du dir deine Sicherheit aus dem privaten Umfeld auch im Job zu Nutzen machen kannst.

Akzeptiere, dass du nur ein Leben hast. Dieses besteht aus Arbeitszeit und Freizeit.

Immer wieder versuchen Menschen beides strikt voneinander zu trennen. Arbeitszeit ist Arbeitszeit, Freizeit ist Freizeit. Diese Trennung war im Industriezeitalter vielleicht möglich. Durch neue Arbeitskulturen ist es immer weniger sinnvoll und auch oft gar nicht mehr möglich. Auch wenn man bedenkt, dass in modernen Familien häufig beide Partner berufstätig sind und der Arbeitsalltag um die Familienbelange herumgeplant werden muss. Es gibt heutzutage so viele Möglichkeiten, Arbeits- und Freizeit klug und sinnvoll zu verbinden. Flexible Arbeitszeiten ermöglichen es dir, deinen Alltag zu bewältigen und wirksam zu arbeiten. Homeoffice-Lösungen sorgen dafür, dass du beim notwendigen Handwerker-Termin zu Hause sein kannst, ohne dafür gleich einen Urlaubstag einzureichen. Arbeits- und sonstige Lebenszeit verschwimmen immer mehr. Das ist nichts Böses. Das ist ein Umstand, dem du dich stellen solltest. Arbeitszeit ist Lebenszeit und die solltest du bestmöglich nutzen.

Bleibe du selbst.

Musst du dich aber im Job permanent verstellen und kannst nicht du selbst sein, dann wirst du zerrissen. Wenn du nicht du sein kannst oder darfst, bist du vielleicht am falschen Ort mit dem falschen Umfeld. Ein gutes Umfeld akzeptiert dich mit all deinen Ecken und Kanten. Wie oft habe ich schon den Spruch gehört: „Privat bin ich ja ganz anders“? Ich denke mir dann immer: Ja und warum?

Bleibe stets du selbst. Wenn du permanent zwischen Job und Leben unterscheidest und womöglich auch noch deine Persönlichkeit nach dem jeweiligen Abschnitt anpasst, dann wird dir das auf Dauer Unglück bescheren. Du solltest immer du selbst sein dürfen. In jeder Lebensphase. Natürlich verhältst du dich deinen Kollegen gegenüber anders, als deinem Kind, Partner oder Freunden. Meine Kollegin würde sich sicher sehr wundern, wenn sie ein Problem mit mir besprechen möchte und auf mich, in meiner Mutterrolle trifft. Auch die Anderen würden staunen, wenn ich sie auf den Schoß nehmen, liebevoll trösten und ermutigen würde. Sie erwarten von mir einen klaren Blick auf das verzwickte Thema und einen Impuls. Für ein Kind, das Streit mit seinem Freund hat, braucht es andere Strategien und das Wissen, dass sich das ohne mein Zutun schneller wieder einrenkt. Wenn hingegen meine Freundin anruft und unglücklich über ihren Ex-Freund spricht, bin ich natürlich nicht konstruktiv, sondern voll auf ihrer Seite und der Typ ein Idiot. An dieser Stelle braucht es emotionale Stärkung und keine konstruktiven Tipps.Klarheit über die eigenen Rollen gewinnen.

Grundlage für all diese Rollen bist immer du selber. Sich dauerhaft zu verstellen und nur auf das zu reagieren, was von außen erwartet wird, kann nicht gutgehen. Deine Authentizität ist hier gefragt. Die Grundlage dafür ist der individuelle Charakter, aber auch die Werte, mit denen du durchs Leben gehst und nicht zuletzt, das was du bewirken möchtest. Der Satz „Das bin ich nicht“ ist eine fatale Fehlannahme, die nicht das Ziel im Blick hat, sondern einen Weg, der offenbar zu der Person nicht passt. Wenn du dir überlegst, was das Ziel ist, beispielsweise Informationen für eine große Gruppe bereitstellen oder deinen Aufgabenbereich klar abstecken, kannst du den Weg finden, der zu dir passt, und eine Lösung anbieten, die deiner Rolle entspricht. Jeder Mensch, mit dem du es zu tun hast, hat andere Erwartungen an dich. Für jeden bist du in einer anderen Rolle. Wenn du dir die Erwartungen klar vor Augen hältst, kannst du dich souverän und adäquat in die jeweilige Rolle einfinden und handeln. Und bleibst dabei ganz du selbst.“Werde Teil unserer Community und folge uns auf unseren Social Media Kanälen!“

Werde Teil unserer Community und folge uns auf unseren Social Media Kanälen!

                     

 

Hannah Grethlein

… hat mit MondayMakers ihren Traumberuf gefunden. Durch ihre Erfahrungen als Karriereberaterin und Innovatorin gibt sie Dir immer wieder neue Impulse, um Dein Glück bei der Arbeit zu finden.

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