Umdenken: Aus Hindernissen Chancen machen

Bei den MondayMakers dreht sich gerade alles ums Umdenken: eingefahrene Denkmuster verlassen, auf neuen Pfaden frische Impulse setzen. Umdenken lohnt sich auch für dich! In diesem Blogartikel gebe ich dir zwei konkrete Tipps, wie das gelingt. Probiere es direkt aus!

Du gibst deinem Erleben den Rahmen

Erinnerst du dich noch an den Orkan Friederike, der Anfang des Jahres massenhaft Bäume entwurzelte? Auf Spiegel Online sorgte ein Video für Aufsehen, das ein Flugzeug im Landegang auf Düsseldorf zeigte. Es wurde wild hin und her geschleudert. Ich kann mich noch sehr gut erinnern, denn ich saß in diesem Flugzeug. Und ich war froh, an diesem Tag noch nicht gefrühstückt zu haben. Es war mindestens genauso schlimm, wie es aussah. Als wir endlich sehr verspätet ankamen, durften wir zunächst nicht aussteigen. Zu schlimm rüttelte Friederike am Flugzeug. Die Fahrt in die Stadt bewältigte ich mit einem mutigen Taxifahrer. Dieser umkurvte geschickt die umgefallenen Bäume und freute sich über die ansonsten freien Straßen. Als ich dann endlich in unserem sicheren Büro angekommen war, brauchte ich erstmal einen Kaffee. In der Küche traf ich Patrick, der gar nicht erstaunt war, mich zu sehen: „Du bist so mutig, Hannah. Mir war klar, dass du in den Flieger steigst.“

Aus Frust und Angst werden Gelegenheiten

Damit lag er tatsächlich falsch. Ich bin nämlich definitiv nicht mutig, eher im Gegenteil. Aber ich habe in meiner Coaching Ausbildung eine wirkungsvolle Technik kennengelernt, die ich immer dann anwende, wenn ich gerne umdrehen oder auf meine Fußspitzen starren möchte. Ich setzte die Technik sehr häufig in meinem Alltag ein, um mir selbst nicht ständig Möglichkeiten zu verwehren und um Erfahrungen zu sammeln. Ich reframe.

Reframen bedeutet, den Dingen einen anderen Bedeutungszusammenhang zu geben.

 

Ein tolles Beispiel dafür ist ein verpasster Zug: Entweder du ärgerst dich und sitzt die Stunde ab, um auf den nächsten Zug zu warten. Oder du nimmst es als Gelegenheit wahr und erkundest die Stadt, isst in Ruhe ein Stück Kuchen oder stöberst entspannt im Buchladen. So machst du aus dem Frust eine Gelegenheit.

Umdenken und Umwandeln

Meine Kollegin Anati Olzinger hat das perfektioniert. Sie ist begeistertes Mitglied der Impro-Theatergruppe „Die Ionen“. Im Improtheater bekommen die Schauspieler immer nur einen Satz oder ein Wort zugerufen und entwickeln daraus dann spontan und sofort eine Szene. Anati hat mir verraten, dass sie bestimmte Sätze umwandelt damit das gelingt. So wird aus „Ja, aber“, sofort ein „ja, genau!“. Aus einer Abwehr wird eine Bejahung. Genau so mache ich das auch. Wenn mein erster Impuls ist „Oh, wie schrecklich furchteinflößend!“, mache ich sofort ein „Oh, wie interessant!“ daraus. Somit mache ich aus der Furcht ein Warnsignal (Vorsicht!), aber keinen Wegweiser (weg hier!).

Im Job funktioniert das auch – überleg dir für bestimmte Sätze ein positives Gegenüber. Zum Beispiel für „Oh, das kann ich nicht“ ein „Das kann ich NOCH nicht“. Wichtig ist dabei, dass wirklich nur die Deutung neu ist, den Umstand selbst kannst du nicht beeinflussen – die neue Datenbank kennst du eben noch nicht. Jetzt kannst du deine Zeit mit Meckern und der Frustration vergeuden. Oder du nimmst die Gelegenheit wahr, dich weiterzuentwickeln und etwas Neues zu lernen. Du weißt, dass die Datenbank dir auf lange Sicht deine Arbeit erleichtert, auch wenn sie dir zunächst mehr Arbeit macht. Somit wird dir die Veränderung leichter gelingen.

Jede Schwäche ist eine Stärke in Arbeitsklamotten

Das Gleiche gilt auch für deine Stärken, hier kommt es eher auf das Umfeld und die Aufgabe an, also den Kontext. Meine Biolehrerin schimpfte mich als Kind immer ein „Träumerle“, das war beim Erlernen des Zitronensäurezyklus keine fördernde Eigenschaft, ebenso wenig das „Schwätzen“ mit meinen Freuden. Heute nenne ich das Kreativität und hohe Soziabilität, beides sind wichtige Grundpfeiler für meine Tätigkeit als Karriereberaterin.

Jede Schwäche kann in einem anderen Kontext eine ausgesprochene Stärke sein.

 

Es ist eine wunderbare Aufgabe, sich das immer wieder bewusst zu machen, wenn man sich Unvermögen fühlt. Dabei können dir folgende Fragen helfen:

  • Welche Eigenschaft hindert mich gerade?
  • Und wozu befähigt sie mich in einem anderen Moment?
  • Wo wird sie zu etwas Positivem?

Du kannst diese Technik auch noch im Nachhinein nutzen. Bewerte Situationen im Job neu, die dich an deine Grenzen und drüber hinausgebracht haben. Dabei wirst du einiges über dich lernen, was dich künftig vor frustrierenden Misserfolgen bewahren kann. Denn, ganz klassisch reframed: Ein Problem ist eine Chance, man muss es nur zu lassen.“Werde Teil unserer Community und folge uns auf unseren Social Media Kanälen!“

                     

Hannah Grethlein

… hat mit MondayMakers ihren Traumberuf gefunden. Durch ihre Erfahrungen als Karriereberaterin und Innovatorin gibt sie Dir immer wieder neue Impulse, um Dein Glück bei der Arbeit zu finden.

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