Lernen als Jobbooster-Finde deinen Flow

Kennst du das? Du erledigst eine Aufgabe, schaust im nächsten Moment auf die Uhr –  und ist viel mehr Zeit vergangen, als du dachtest. Und das Beste: Du fühlst dich richtig gut. Denn du warst im Flow, hast mit deinen Stärken gearbeitet und hast das gemacht, was dir Spaß macht. Genau jetzt solltest du weiter lernen! In diesem Blogpost erfährst du, warum du bei solchen Situationen genau hinschauen solltest und wieso du dich gerade hier weiterbilden solltest.

Die Sache mit dem Flow

Flow bedeutet, dass du völlig aufgehst in dem was du tust. Du vergisst die Zeit und bist im Hier und Jetzt. Wenn das passiert, dann passen die eigenen Fähigkeiten perfekt zu den Anforderungen. Du bist herausgefordert, ohne überfordert zu sein. Wir empfinden diesen Zustand als äußerst angenehm und sind glücklich, wenn wir eine Flow-Erfahrung gemacht haben. In der Freizeit geht mir das beispielsweise mit dem Stricken so. Ich habe mir das Stricken selbst beigebracht. Schritt für Schritt habe ich gelernt, wie man ein gerades Stück hinbekommt, ohne sich die Finger zu brechen. Zunächst strickte ich Topflappen, dann Socken und als die langweilig wurden, lernte ich Norwegermuster zu stricken.

Flow ist, wie ich am Beispiel des Strickens erfahren habe, eine dynamische Sache. Flow bleibt nicht da, wo er ist, sondern verändert sich mit Übung und Routine. Aber wenn wir ihn einmal spüren, dann lohnt es sich zu genau hinzuschauen und sich weiter zu entwickeln! Bei Aufgaben, die du gerne tust, bist du hoch motiviert, besser zu werden. Bleibe nicht auf deinem Level, denn dann kommen Langeweile und Enttäuschung auf.

Lerne das, was du eh schon liebst

Also heißt es dort zu lernen, wo du sowieso schon mit Begeisterung bei der Sache bist. Den Digitalisierungsexperten und Buchautor Michael Pachmajer habe ich kürzlich interviewt und gefragt, was wir in einer digitalisierten Welt denn brauchen, um beruflich weiter voranzukommen. Ich habe eine Liste von Kompetenzen und Fähigkeiten erwartet. Aber Michael Pachmajer sagte:

„Finde heraus, was du liebst. Nur in dem, was wir lieben und was uns begeistert, können wir langfristig beruflich erfolgreich sein.“

 

Was bedeutet das für dich ganz konkret? Jage nicht irgendwelchen Dingen hinterher, von denen du glaubst, sie können zu müssen. Sondern finde deine Leidenschaft und entwickle dort Schritt für Schritt eine Meisterschaft.

Michael Pachmajer sagt weiter, dass wir uns während unseres Berufslebens mehrmals komplett neu erfinden müssen. Tätigkeiten verschwinden, werden digitalisiert, neue Aufgaben entstehen. Dein Anker in diesen unsicheren Zeiten ist das, was du liebst!

Lernen mal anders gesehen

Wenn du herausgefunden hast, was du lernen willst, dann geht es um das „Wie“. Dafür will ich dir eine einfache Orientierung geben.

  • Am besten und am leichtesten lernen wir beim Job. Indem wir direkt neue Dinge ausprobieren und trainieren. Das sorgt für 70% unserer Lernerfolge. Das bedeutet für dich: Laufe mit offenen Augen durch die Welt und probiere neue Sachen aus. Lass dir das neue Tool von einem Kollegen erklären und wende es direkt an. Organisiere dir selbst deinen Mentor.

 

  • Weitere 20% des Lernens finden ganz dicht am Job statt. Eine wunderbare Form des job-nahen Lernens ist, sich Feedback zu holen. Wie war das, was ich geleistet habe? Was kann ich verbessern? Wo sehen andere die besondere Qualität meiner Arbeit?

 

  • Nur für die letzten 10% des Lernens musst du deinen Arbeitsplatz verlassen. Da nimmst du an Trainings teil, liest Bücher oder besuchst eine Messe zu deinem Fachgebiet.

 

Das Lernen lernen und was es sonst noch zu beherrschen gilt

Da wir nun schon so weit gekommen sind und die Gefahr nicht mehr besteht, dass ich dich auf den Holzweg bringe, verrate ich dir jetzt, dass es sie doch gibt: die magischen Fähigkeiten für das digitale Zeitalter. Das sind genau drei!

  1. Viele Wissenschaftler bezeichnen als die wichtigste Fähigkeit der Zukunft das Lernen an sich. Das liegt nahe, wenn wir uns mehrmals auf unserem Berufsweg neu erfinden müssen. Also bist du gut beraten, dein Leben als Schule zu betrachten und immer nach den Möglichkeiten zu suchen, etwas Neues auszuprobieren.

 

  1. Natürlich brauchen wir digitale Fähigkeiten. Verschließe dich nicht vor neuen Tools, sondern teste sie! Ich erinnere mich noch genau wie ich meine ersten Schritte auf Twitter gegangen bin. Ich habe nicht kapiert, wie Twitter funktioniert und was das soll. Aber ich habe dem Gezwitscher eine Chance gegeben und nach relativ kurzer Zeit intuitiv verstanden, was Twitter kann. Hör also nicht gleich auf, wenn dir etwas anfangs spanisch vorkommt.

 

  1. In Teams mit unterschiedlichen Fachleuten zusammenarbeiten zu können, ist ebenso wichtig. Denn die einzelnen Disziplinen müssen zukünftig zusammenarbeiten und können sich nicht mehr in ihren Silos häuslich einrichten. Das bedeutet zum Beispiel für einen Marketingfachmann, dass er lernen muss, was einen IT-ler bewegt und seine Sprache zu verstehen – und umgekehrt. Höre auf mit dem Schubladendenken und fange an, über den Tellerrand deines Arbeitsgebietes hinaus zu denken.

Lernen macht uns glücklich und ein echter Jobbooster. Darüber haben wir auch schon mit Nadine Nobile und Sven Franke gesprochen. Hier kannst du direkt mal reinhören, was die New Work Experten dazu sagen. So jetzt aber Schluss mit der Theorie. Mach dich auf die Suche nach deinem Flow und wende das gelesene sofort an!“Werde Teil unserer Community und folge uns auf unseren Social Media Kanälen!“

Werde Teil unserer Community und folge uns auf unseren Social Media Kanälen!

                     

Caterine Schwierz

ist COO bei von Rundstedt und konnte viele Jahre Erfahrung in der Karriereberatung sammeln. Mit MondayMakers will sie Menschen zeigen, dass man auch glücklich im Job sein kann.

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