Auf der Suche nach dem Sinn bei der Arbeit: Die persönliche Mission

Wünschst du dir einen Sinn bei der Arbeit? Ich auch! Etwas Sinnvolles tun, erfüllt sein, jeden Abend nach Hause gehen mit dem guten Gefühl, etwas Wichtiges getan zu haben. In diesem Zusammenhang möchte ich dich vor einem großen Missverständnis bewahren. Den Sinn unserer Arbeit liefert nicht das Unternehmen oder die Führungskraft. Den Sinn unserer Arbeit finden wir nur in uns. Jeder Mensch hat seinen Auftrag, seine persönliche Mission. Wenn wir dieser Mission folgen, dann ergibt das was wir tun Sinn. Klingt abgefahren? Nicht mehr, nachdem du diesen Artikel gelesen hast.

Deine Mission

Damit eine Mission wirken kann, muss sie in Worte gefasst, niedergeschrieben oder gezeichnet werden. Dann motiviert sie uns selbst und andere. Eine Mission zu entwickeln bedeutet das Muster zu finden in den Dingen und Gedanken, die uns wirklich bewegen. Die Mission formuliert das „Warum“ und weist uns den Weg.

Die Freude an Leistung

Starte mit ein paar wichtigen Fragen, um zuerst herauszufinden, wann du Freude an guter Leistung empfindest:

Vergiss mal für einen Moment, alles was du gelernt hast, deine Zertifikate, die Liste der fachlichen Anforderungen, die in deiner Stellenbeschreibung stehen. Schreib auf ein weißes Blatt Papier, was dir wirklich wichtig ist. Was tust du gerne? Was hast du schon als Kind gerne getan? Versuche, diesen Enthusiasmus zu finden und ihn in Worte zu fassen.

Du kannst auf deiner Suche auch Hinweise in vergangenen Erfolgen finden. Wann hast du bei einer Aufgabe Freude und Glück empfunden? Wann hast du Ort und Zeit vergessen und bist ganz in einer Arbeit aufgegangen? Wo genau war das, wer war dabei? Welche Arbeit hast du verrichtet? Was hat dir in diesem Moment ein Gefühl von Sinn gegeben?

Dein Beitrag für das große Ganze

Eine persönliche Mission hat nie nur mit Selbstverwirklichung zu tun. Sie funktioniert, wenn sie deinen Beitrag für ein großes Ganzes beschreibt. Das kann dein Team oder das Unternehmen sein, wo du arbeitest. Trau dich auch zu bekennen, dass du die Welt ein Stück besser machen möchtest. Deshalb komplettieren die folgenden Fragen deine Suche nach deiner persönlichen Mission:

  • Welchen Beitrag möchtest du leisten?
  • Was willst du ermöglichen mit deiner Arbeit?
  • Worauf möchtest du am Ende deines Arbeitslebens stolz sein können?

Hat sich das weiße Stück Papier schon etwas gefüllt? Wunderbar. Steck es ein und ergänze immer weiter, was dir einfällt und auffällt. Wenn du mit offenen Sinnen durch deinen Arbeitstag gehst, werden dir viele Gedanken zufliegen, die deine persönliche Mission bereichern. Musst du dir dann einen neuen Job suchen, weil er dir zu unbedeutend erscheint? Nein!

Wir selbst geben der Arbeit ihre Bedeutung.

Ich will dir dazu eine Geschichte erzählen, die vielleicht etwas abseits von deiner Arbeitserfahrung liegt. Aber sie ist beeindruckend. Vor einiger Zeit las ich von einer Studie über Reinigungskräfte in Krankenhäusern. Man stellte fest, dass diejenigen Reinigungskräfte gesünder und zufriedener bei ihrer Arbeit waren, die ihr einen Sinn gaben: Wenn ich meinen Job sorgfältig mache, werden die Patienten schneller gesund, sie laufen geringere Gefahr, sich mit Keimen zu infizieren. Im Vergleich dazu waren Reinigungskräfte häufiger krank und unzufriedener, die ihre Arbeit als ungeliebten Broterwerb verrichteten.

Ich erinnere mich gut an die Tage vor vielen Jahren, als ich meine Mission formulierte. Das war anstrengend, aber als es geschafft war, hat mich das Ergebnis sehr stolz gemacht. Und bis heute, Jahr um Jahr, hat sie mir die Richtung gewiesen und dafür gesorgt, dass ich eine Traumjobgarantie in mir trage.“Werde Teil unserer Community und folge uns auf unseren Social Media Kanälen!“

                     

Caterine Schwierz

ist COO bei von Rundstedt und konnte viele Jahre Erfahrung in der Karriereberatung sammeln. Mit MondayMakers will sie Menschen zeigen, dass man auch glücklich im Job sein kann.

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